Am Abend des 30. November wurde der Zytturm in Zug durch Lichtkünstler speziell beleuchtet. In Zusammenarbeit mit Organisationen wie Amnesty International Zug oder dem christlichen Verein ACAT machten die Veranstalter – unter ihnen der alternative Kantonsrat Rupan Sivaganesan - auf die weltweite, unmenschliche Praxis der Todesstrafe aufmerksam. Bei Punsch und Imbiss bot sich Gelegenheit zur Diskussion – Stadtpräsident Dolfi Müller wies in seiner Ansprache auf die vielen unschuldig Verurteilten hin, die jährlich in Todestrakten auf ihre Hinrichtung warten.
Seit 2002 ist der 30. November internationaler Tag der «cities for life – cities against the death penalty» (Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe). Hunderte von Städten begehen national wie international seither jährlich eine symbolische Solidaritätsveranstaltung gegen die Todesstrafe. «Auch und gerade im weltoffenen Zug können wir mit dieser Aktion einen Beitrag für die Menschenrechte und humanen Strafvollzug leisten, meinte Sivaganesan.
2007
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Städte für das Leben Städte gegen die Todesstrafe |
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Stadt Zug Grünes Licht für die Menschenrechte |
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Zug als "Stadt für das Leben - Stadt gegen die Todesstrafe»
Am gestrigen Abend des 30. November wurde der Zytturm in Zug durch Lichtkünstler bereits zum zweiten Mal speziell beleuchtet.
In Zusammenarbeit mit Organisationen wie Amnesty International Zug oder dem christlichen Verein ACAT machten die Veranstaltenden - unter ihnen der alternative Kantonsrat Rupan Sivaganesan - auf die weltweite, unmenschliche Praxis der Todesstrafe aufmerksam. Etliche Personen und Passanten nahmen an dieser Solidaritätsaktion mit internationaler Tradition teil:
Der 30. November ist nämlich der Tag der «cities for life - cities against the death penalty» . Hunderte von Städten begehen national wie international jährlich eine symbolische Veranstaltung gegen die Todesstrafe, wobei solche Mahnwachen und Solidaritätsbekundungen tatsächlich auch Wirkung zeigen:
Jedes Jahr schaffen durchschnittlich drei Staaten die Todesstrafe ab. Im Jahr 2007 waren es Albanien, die Cook Islands und Rwanda (für alle Verbrechen). Kirgigstan hat die Todesstrafe für gewöhnliche Verbrechen abgeschafft. Als letztes Land bisher kam im Januar 2008 Usbekistan dazu.
62 Staaten halten an der Todesstrafe fest
62 Staaten halten weiterhin an der Todesstrafe fest. Die Zahl der Staaten, die tatsächlich Hinrichtungen durchführen, ist jedoch erheblich kleiner. Im Jahr 2007 (zum Vergleich 2006) erfuhr Amnesty von 3'347 (3'861) Todesurteilen in 51 Staaten sowie 1'252 (1'591) Hinrichtungen in 24 (25 ) Staten. Diese Angaben umfassen allerdings nur die öffentlich bekannt gewordenen Fälle; die tatsächlichen Zahlen sind mit Sicherheit höher.
Wie in den Jahren zuvor fand der überwiegende Teil der 2007 bekannt gewordenen Hinrichtungen in einigen wenigen Staaten statt. Amnesty International erhielt Berichte über mehr als 470 Exekutionen in China (Experten gehen von mehreren Tausend Exekutionen aus), mindestens 317 vollstreckte Todesurteile im Iran, 143 Hinrichtungen in Saudi Arabien und 135 in Pakistan.
Gerade in einem Land, das diese menschenrechtsverachtende Praxis überwunden hat, sollten Zeichen der Humanität und Solidarität gesetzt werden, nach aussen und international wie im übertragenen Sinne auch national, wenn es um humanen Strafvollzug geht. |
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